Die SelfSightSeeing Company wurde 2005 von Bastian Petz, als freies Künstler_innen & Forscher_innen Kollektiv im Rahmen des Performance Projekts „Liebe Macht Terror in dir“ in der Roten Flora in Hamburg gegründet. Nach einer jahrelangen Zusammenarbeit im Berliner Kunst und Kulturbetrieb hat die Company seit 2012 ihren Sitz in Wien. Sie sieht sich als Verhandlungsort für ein Interim von Kunst, Forschung und Lehre. Ihr Fokus liegt in interaktiven Rauminstallationen und Veranstaltungskonzepten sowie performativen Interventionen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, künstlerische Aktionen im Kontext von sozialen Prozessen zu sehen, diese historisch zu verorten, mit diversitätsbewusster queerer Bildungsarbeit zu verknüpfen und im universitären Kontext zu erforschen. Seit dem Großprojekt (T)Raumparademo wurde die SelfSightSeeing Company am 07.05.2015 in einen Verein umgewandelt und steht seit Herbst 2016 unter der künstlerischen Leitung von Mag. Johannes Lernpeiss und Bastian Petz.

Der „Campsalon“ in der Hofburg im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung „Camping on the Margins“ war 2012 die erste größere Inszenierung der Selfsightseeing Company in Wien. Die Interaktive Ausstellung mit Performances im öffentlichen Raum gefördert durch den queeren Kleinprojektetopf der Stadt Wien, in Zusammenarbeit mit dem TFM-Institut der Uni Wien und dem Verein Aisthesis bildete den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit mit der Universität und der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen. Seit der künstlerischen Bespielung des Kunsthauses TRUST 111, 2013 wurde die NEST Agency, Agentur für Zwischennutzung eine weitere Partner_in für Kunstprojekte der Company.

Mag.art. Johannes Lernpeiss *1982
Seit 2016 künstlerische Leitung der SelfSightSeeing Company.
2009 Diplom Abstraktion / Abstrakte Malerei bei Erwin Bohatsch. Ausgezeichnet mit dem Würdigungspreis der Akademie der bildenden Künste Wien.

In der künstlerischen Arbeit von Johannes M. Lernpeiss nimmt Malerei eine Zentrale Position ein. Sie ist  Austragungsort und Membran seiner Reflexionsprozesse, Projektionsebene für seinen beweglichen Kunstbegriff im Kontext von Theorie- und Genderdiskurs, sie ist Angriffsfläche für seine Auseinandersetzung mit dem Mensch Sein.

Räume zu schaffen und diese mit einer Verbindung aus Kunst und Kochen zu beleben ist ein weiterer prägender Aspekt der Arbeiten Johannes M. Lernpeiss. Das Kochen und das Essen wird in seinen interaktiven Installationen zur sozialkünstlerischen Praxis, zu einem performativen Miteinander zu einem Ort der Verhandlung einer Utopie von „Kunst gleich Leben“.

Er realisierte zahlreiche Kunst-, Performance- und Bildungsprojekte unter anderem in Zusammenarbeit mit dem TanzQuartier Wien, Impuls Tanz, Linz 09 und Theater am Lend Graz. Er lebt und arbeitet in Wien und Graz.

Dipl. päd. Bastian Petz *1976
Seit 2005 künstlerische Leitung der SelfSightSeeing Company.
Studium an der HKS, Hochschule für Künste im Sozialen.

Bastian Petz bewegt sich im Interim von Kunst, Forschung und Lehre. In seinen interaktiven Rauminstallationen verbinden sich rituelle Performativität, Videokunst und Photographie zu szenographischen Inszenierungen. Um die Diversität künstlerischer Verortung zu visualisieren entwickelte er in den letzten Jahren Persönlichkeitsfragmente, welche als eigenständige Entitäten in Kunsträumen agieren. In seinen Werken überschreitet er die konstruierten Grenzen zwischen Kunst und Dekor, Accessoire und Reliquie, Multiple und Produkt sowie neopaganem Kult und radical Drag.

In seinen Kunst und Bildungsprojekten kooperierte er mit Schulen, Universitäten, Bildungseinrichtungen und Kunsträumen im deutschsprachigem Raum: u.a: Universität Würzburg, Universität Oldenburg, Universität Wien, TU, HKS, WUK, Anti-Bias Werkstatt Berlin, Rote Flora Hamburg, Parallel Vienna und Sammlung Friedrichshof.
Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler & Dozent in Wien.

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