Die „Hofburg Suite“ ist ein Kombinat aus Kunstinstallation und Herberge für Wien Tourist_innen. Eine ehemalige Wohnung im Kunsthaus T.R.U.S.T 111 wurde zu einer Suite umgestaltet. In Anlehnung an Themen-Hotels wie das „Madonna-Inn“, greifen die Räume touristisch relevante Bilder auf um sie geschmeidig so zu verdrehen das Besucher_innen und temporäre Airbnb-Gäste zwischen schmunzeln, irritiert sein und Ablehnung taumeln.
 
Die „Hofburg Suite“ bot Platz für 6 Personen, für eine Nächtigungserfahrung in einer Kunstinstallation. Es gab eine Klapp-Couch im „Sound of Music Salon“, ein Himmelbett im Raum: „Sissys Sünd“ und eine Schlafkoje im Raum „Franzerls Almstube“. Im Charme einer Alt-Wiener Wohnung waren Küche und Bad in Einem.
„Charlotte in Wien“
 
Das Bad und die Küche der „Hofburg Suite“ ist blumig und in Pastellfarben gehalten.  Kollagen aus Tortenabbildungen zieren die Wände, zwischendrin Fotographien von Charlotte von Mahlsdorf neben alten Ries-Töpfen und liebevoll gestapeltes Porzellan.
 
„Sound of Music Salon“
 
Die berühmteste Kitsch-Atrappe über Österreich ist für Amerikaner_innen ihre Erinnerungen an „Sound of Music“. Im Salon über der geschwungenen Chippendale Couch thront das Wandgemälde „Fight Back“, auf dem bewaffnete Tiere auf Jäger und Maria, die Protagonistin von Sound of Music, schießen. Auch sonst ist der Raum dunkelgrün und braun gehalten, eben eine „echte“ gute Stube mit Sessel und Teewagen in Gold, schweren Samt Vorhängen und Perser Teppich, eben genau so wie Damals und heute in Wien, genau.
„Sissys Sünd“
 
Die pinke Überdosierung des Raumes „Sissys Sünd“ spiegelt auf den ersten Blick normierte Bilder von „Mädchen Zimmer“, doch erscheinen nach und nach Fotografien von einer Drag-Queen mit Bart neben Kollagen von Königin Elisabeth und Soft-Porno Aquarelle von Peter Fendi.
„Franzerls Almstube“
 
Die Wände des Raumes sind dunkel vertäfelt, ausgestopfte Tiere, Felle und Geweihe erinnern an ein Jagdzimmer. Die Almstube ist ganz nach den Träumen des Kaisers Franz-Joseph ausgerichtet. Besucher_innen könnten hier ganz authentisch und historisch korrekt in Wiens Geschichte einschlafen und mit der Kuhglocke über dem Bett den nächsten Morgen einläuten.
„Diva Mao“
 
In der Performance „Diva Mao“ im Rahmen von „Décollage ist dein Fieber“ verkörperte
Joan Hoban durch ihre Präsenz und ihrem performativen Gesang begleitet von Joah Wilhelm eine Bewohner_in der „Hofburg Suite“.
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